Seite wählen
ABFUHR DER KAPITALERTRAGSSTEUER

ABFUHR DER KAPITALERTRAGSSTEUER

Seit dem Jahr 1984 wird die Kapitalertragssteuer (KESt) automatisch von den Erträgnissen aus dem Kapitalvermögen abgezogen und dem Finanzminister abgeliefert. 

Seit 1996 beträt diese bei Privatanlegern 27,5% ( Österreich, Deutschland 25 % ) Auch das ist eine Aufgabe, die die Banken automatisch übernehmen. 

Zu beachten ist, dass man zwischen KESt I und KESt II unterscheidet.
Die KESt I wird von Dividenden aus Aktien abgezogen und gleich vom ausschüttenden Unternehmen an den Finanzminister abgeliefert. 

Beispiel:

die Firma STRABAG hat im Jahr 2008 EUR 0,55 pro Aktie an Dividenden ausgeschüttet. 

Davon hat sie 25% von EUR 0,55 je Aktie einbehalten (EUR 0,14) und abgeliefert.(Deutschland)

Die KESt II bezieht sich auf Zinsen aus Sparguthaben und aus Anleihen und wird von der Sparkonto oder Depot führenden Bank einbehalten und abgeliefert. 

Beispiel:

eine Kundin besitzt auf ihrem Depot eine österreichische Bundesanleihe, die mit 5% p.a. fix verzinst ist. 

Das Nominale beträgt EUR 20.000,–

Die Republik Österreich zahlt unserer Kunden daher EUR 1.000,– an Zinsen. 

Da es sich hierbei um eine Anleihe handelt, behält nicht die Republik Österreich die KESt ein, sondern die Bank, die das Depot unserer Kundin führt und liefert diese dann auch ab. 

In diesem Fall wären dass EUR 250,–. Das Gleiche gilt auch für Bank- und Unternehmensanleihen.(Deutschland)

Pin It on Pinterest